Tabakprävention bei Migrantinnen und Migranten aus der Türkei

Tiryaki Kukla will das Wissen über die Gefahren des Tabakkonsums in der Migrations-bevölkerung aus der Türkei vergrössern, deren Einstellungen gegenüber dem Rauchen verändern und den Anteil Rauchender in der türkischen/kurdischen Bevölkerung der Schweiz verringern.

 

Migrantinnen und Migranten aus der Türkei gehören in der Schweiz zu jener Migrations-bevölkerung mit dem höchsten Anteil an Rauchenden (42% der Frauen und 53% der Männer). Bislang bestehen jedoch sehr wenige zielgruppenspezifische Angebote für diese Gruppe. Das ISGF adaptiert daher das in Grossbritannien erfolgreich durchgeführte Präventionsprojekt Tiryaki Kukla für die Schweiz, setzt es um und ergänzt es mit einer medialen Kommunikationskampagne. Dabei kann auf die Erfahrungen aus dem evaluierten Pilotprojekt «Rauchstopp-Therapie bei türkeistämmigen Migrantinnen und Migranten» („Elveda Sigara, Merhaba Yaşam“) zurückgegriffen werden.

Ziele des Projekts sind die Vermittlung von Wissen zu den Gefahren des Tabakkonsums und von Informationen über bestehende Rauchstoppangebote. Dabei werden eine Verhaltensänderung bei der Zielgruppe (Ausstieg aus dem Tabakkonsum oder Reduktion der gerauchten Zigaretten) und der Schutz vor Passivrauchen in Vereinen und Gruppierungen angestrebt.

Bei Tiryaki Kukla handelt es sich um eine eineinhalbjährige Kommunikationskampagne. Dabei erhalten Vereine und Gruppierung kostenlos Informationspakete und werden beim Erarbeiten von Massnahmen begleitet. Parallel dazu werden die Präventions- und Ausstiegsinformationen über die Medien verbreitet. Protagonistinnen und Protagonisten der Migrationsbevölkerung aus der Türkei werden dabei direkt in die Projektorganisation einbezogen.

Aufgrund der Evaluationsergebnisse soll entschieden werden können, ob das Projekt weitergeführt und auf andere vom Rauchen stark belastete Gruppen der Migrationsbevölkerung multipliziert wird.